
Die Einsatztaucher der Wasserwacht werden zur Suche, Rettung oder Bergung von Verunglückten benötigt, wenn Rettungsschwimmer und Motorrettungsboote alleine nicht mehr ausreichen. Alarmierungen der Tauchgruppen erfolgen häufig, wenn Personen in oder an Gewässern vermisst werden. Auch die Bergung von Fahrzeugen, Müll und gefährlichen Gütern aus dem Wasser gehören zu den Aufgaben von Einsatztauchern. Oftmals ist das eine harte Arbeit unter sehr schwierigen Bedingungen. Die Taucher im Wasserrettungseinsatz sind aufgrund der schwierigen äußeren Bedingungen unter Wasser (hoher Wasserdruck, schlechte Sicht, niedrige Wassertemperaturen) einer ständigen körperlichen wie psychischen Belastung ausgesetzt. Dies trifft erst Recht zu, wenn es um die Rettung oder Bergung von Personen geht.

Einsatztaucher müssen körperlich fit sein und bereits gelernt haben, in psychisch belastenden Situationen Ruhe zu bewahren. Um den Anforderungen, die Einsätze an die Einsatztaucher stellen, gerecht zu werden, ist eine mehrjährige Ausbildung, mit theoretischen und praktischen Prüfungen, sowie ständiges praktisches Training nötig. Nach der Einsatzkräfteausbildung der Wasserwacht machen zukünftige Einsatztaucher eine Sanitätsdienstausbildung und erwerben den BOS-Sprechfunkschein. Im Idealfall liegt bereits ein privater Sporttauchschein vor. Auf diesem aufbauend werden Anwärter im Einsatztauchen ausgebildet. Dazu gehört die Ausbildung zum Leinenführer, zum Einsatztaucher Stufe I und II und Zusatzausbildungen wie das Tauchen bei Nacht, bei Strömung, unter Eis oder zum Taucheinsatzleiter. Die Ausbildung sowie alle Tauchgänge erfolgen nach den Regeln der DGUV 105-002 sowie ergänzenden Ausbildungsrichtlinien und Vorschriften der Wasserwacht.

Kein Einsatztaucher kann alleine ins Wasser. Zur Tauchgruppe gehören neben den Einsatztauchern viele weiter Einsatzkräfte. Jeder Einsatztaucher wird von einem Leinenführer unterstützt, mit Leinenzugzeichen und Funk geführt und abgesichert. Ein zusätzlicher Sicherungstaucher steht an Land bereit. Ein Taucheinsatzführer leitet den Einsatz. Für das Taucheinsatzboot werden Bootsführer und Bootsbesatzung benötigt. Wasserretter können bei der Personenrettung unterstützen, sobald diese an der Wasseroberfläche sind.

Die Tauchgruppen der Wasserwacht Nordrhein sind neben örtlichen Einsätzen in die beiden Wasserrettungszüge NRW eingebunden, die die Wasserwacht stellt. Darauf werden die Einsatztaucher in den DRK-Kreisverbänden (DRK-Kreisverband Neuss / DRK-Kreisverband Rhein-Sieg) vorbereitet.