Im Deutschen Roten Kreuz (DRK) helfen Menschen Menschen. Damit Hilfe sicher bleibt, braucht es mehr als gute Absichten: Es braucht eine klare Haltung, klare Grenzen und klare Wege, wenn etwas nicht stimmt.
Sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen passieren oft nicht „plötzlich“. Häufig beginnt es mit Unsicherheiten, unangenehmen Situationen oder Verhalten, das Grenzen verschiebt. Prävention heißt: Wir schauen hin. Wir schaffen Sicherheit. Wir handeln, bevor aus einem unguten Gefühl ein Schaden wird.
Wir wollen, dass sich alle, die bei uns mitmachen oder unsere Angebote nutzen, geschützt fühlen – Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene in Abhängigkeitssituationen oder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Prävention ist deshalb Teil unserer Verantwortung als Verband und Teil unserer Qualitätskultur.
Dazu gehören vor allem drei Dinge:
Wir stellen auf dieser Website Dateien als Download bereit, die Orientierung geben und Schutz praktisch machen sollen.
Der Schutz muss von allen Personen, die mitmachen aktiv gestaltet werden, deswegen bieten wir regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen an. Für 2026 sind folgende Termine geplant:
Wegen der vielfältigen Strukturen des DRK von Ortsvereinen bis zum Landesverband müssen wir Prävention individuell aufbauen – verständlich, umsetzbar und passend zur Arbeit vor Ort. Aus Haltung und Wissen müssen konkrete Standards werden, die von alle getragen werden.
Wenn Hinweise und Verdachtsmomente auftauchen, zählt vor allem eins: nicht alleine damit bleiben. Mit der für den Landesverband verbindlich beschlossenen Interventionsordnung gilt ein klares, abgestuftes Vorgehen – damit Betroffene Unterstützung bekommen, Situationen professionell eingeschätzt werden und verantwortungsvoll gehandelt wird. Vertraulichkeit und Schutz stehen im Mittelpunkt. Die Interventionsordnung ist durch die Landesversammlung als verbindliches Regelwerk für alle Ortsvereine, Kreisverbände und den Landesverband in Nordrhein beschlossen worden.

Interventionsbeauftragter ist Herr Dr. med. Carsten Müntjes.
Ansprechperson für Interventions-/Verdachtsfälle ist Johanne Stümpel.
Mail: johanne.stuempel@drk-nordrhein.de
Mobilnummer: 0173 5767691
Prävention ist kein Misstrauen. Prävention ist Schutz. Unsere Präventionsmaßnahmen entlasten, weil sie Unsicherheiten reduzieren: Niemand im DRK in Nordrhein muss selbst entscheiden, „ob das schon schlimm genug ist“. Jeder muss nur wissen: Es gibt Regeln. Es gibt Ansprechpersonen. Es gibt ein Verfahren.