·

Parlamentarischer Abend „75 Jahre Rotkreuz-Blutspende“ im Landtag Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf, 18.03.2026. Rund 120 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Rotem Kreuz waren am 18. März 2026 auf Einladung von Landtagspräsident André Kuper MdL im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zusammengekommen, um das 75-jährige Bestehen der Rotkreuz-Blutspende zu würdigen. Unter den Teilnehmenden waren zahlreiche Mitglieder des Landtages, ehrenamtlich Engagierte aus den DRK-Kreisverbänden und -Ortsvereinen sowie Vertreter der beiden DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie des DRK-Blutspendedienstes West.

Landtagspräsident André Kuper eröffnete den Parlamentarischen Abend mit einem Blick auf die historischen Anfänge der Blutspende in Nordrhein-Westfalen. In den Jahren des Wiederaufbaus habe der Aufbau verlässlicher Versorgungsstrukturen eine zentrale Rolle gespielt. Aus den „kleinen Anfängen entwickelte sich über Jahre und Jahrzehnte ein moderner und ein leistungsfähiger Dienst“, betonte Kuper. Heute sei der DRK-Blutspendedienst „ein fester Bestandteil unserer medizinischen Infrastruktur“. Hinter jeder einzelnen Blutspende stehe „die Chance auf Rettung und auf Heilung“.

Für die beiden DRK-Landesverbände in Nordrhein-Westfalen sprach anschließend Heinz-Wilhelm Upphoff, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. Er erinnerte an den historischen Auftrag von Landesregierung und Rotem Kreuz, eine jederzeitige Versorgung mit Blutpräparaten auf Grundlage der freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende sicherzustellen. Dieses Prinzip präge die Arbeit bis heute. „Einen perfekten künstlichen Ersatz für menschliches Blut gibt es bis heute nicht“, sagte Upphoff und unterstrich damit die unverändert hohe Bedeutung der Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Der Blutspendedienst habe sich in den vergangenen 75 Jahren als verlässlicher Partner des Staates etabliert und werde diesen humanitären Auftrag auch künftig erfüllen.

Karl-Josef Laumann MdL, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte in seinem Grußwort insbesondere die gesellschaftliche Bedeutung der Blutspende und das Vertrauen in die Strukturen des Roten Kreuzes heraus. „Das Deutsche Rote Kreuz steht in unserem Land für Werte. Dafür, dass man sich darauf verlassen kann, dass unentgeltlich gespendetes Blut nach medizinischer Notwendigkeit allen zur Verfügung steht – und dass mit Blut keine Geschäfte gemacht werden“, betonte Laumann. Dieses Vertrauen sei eine zentrale Voraussetzung dafür, dass sich jedes Jahr hunderttausende Menschen in Nordrhein-Westfalen für eine Blutspende entschieden.

Der Parlamentarische Abend bot den Gästen Gelegenheit zum Austausch über zukünftige Herausforderungen der Blutversorgung. Themen waren unter anderem der demografische Wandel, die Gewinnung neuer Spenderinnen und Spender sowie die Bedeutung des Ehrenamtes für eine weiterhin flächendeckende Versorgung. Deutlich wurde dabei: Die Rotkreuz-Blutspende steht seit 75 Jahren für medizinischen Fortschritt, gesellschaftliche Solidarität und eine verlässliche Partnerschaft zwischen Staat und Gesellschaft.