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Internationaler Tag der Vermissten: DRK Landesverband Nordrhein beteiligt sich an bundesweiter Vergissmeinnicht-Aktion

Düsseldorf, 30.08.2025. Jedes Jahr verlieren unzählige Menschen in bewaffneten Konflikten oder auf der Flucht jede Spur von ihren Angehörigen. Die Folge ist eine quälende Ungewissheit, die die Familien der Vermissten oft über Jahre enorm belastet. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht den Betroffenen zur Seite. Auch im vergangenen Jahr wandten sich wieder Tausende Hilfesuchende an den Suchdienst.

Anlässlich des Internationalen Tags der Vermissten am 30. August beteiligt sich auch der DRK Landesverband Nordrhein an einer bundesweiten Aktion: Deutschlandweit werden über 200.000 Vergissmeinnicht gesät – stellvertretend für die mehr als 200.000 Menschen weltweit, die die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung derzeit als vermisst registriert hat.

„Das Vergissmeinnicht steht symbolisch dafür, dass wir das Schicksal der Vermissten und das Leid ihrer Familien nicht vergessen. Mit der Aktion wollen wir ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit setzen. Der DRK-Suchdienst leistet seit Jahrzehnten unverzichtbare humanitäre Arbeit – und wir unterstützen dieses Engagement nachdrücklich“, sagt Dr. Alexander Schröder-Frerkes, Präsident des DRK Landesverbandes Nordrhein, der sich an der Aktion persönlich beteiligt.

„Der DRK-Suchdienst hat das Ziel, Familien, die durch bewaffnete Konflikte, Flucht oder Migration voneinander getrennt wurden, Gewissheit zu verschaffen – sei es durch eine Wiedervereinigung oder durch Klarheit über das Schicksal vermisster Angehöriger“, erklärt Dr. Hilde Heij, Referatsleiterin Suchdienst und Verbreitungsarbeit beim DRK Landesverband Nordrhein.

Im Bereich der internationalen Suche aufgrund aktueller Krisen und Konflikte wurden im letzten Jahr allein 2.391 vermisste Angehörige neu registriert, im ersten Halbjahr 2025 waren es 997. Die Hauptherkunftsländer der Suchenden waren Afghanistan, die Ukraine, Syrien, Irak und Somalia. Weltweit kann durch die Arbeit der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung alle 30 Minuten das Schicksal einer vermissten Person geklärt werden.

Über den Suchdienst

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Angehörigen getrennt worden sind. Er hilft, vermisste Familienmitglieder zu finden, sie wieder mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bringen und Familien zu vereinen. Ratsuchende Familien werden an den DRK-Suchdienst-Standorten Hamburg und München, in den DRK-Landesverbänden sowie bundesweit in rund 90 Beratungsstellen der DRK-Kreisverbände betreut – koordiniert durch die DRK-Suchdienst-Leitstelle in Berlin.

Seit mehr als 70 Jahren wird der DRK-Suchdienst institutionell durch das Bundesministerium des Innern gefördert. Bis heute klärt er auch die Schicksale von Vermissten des Zweiten Weltkriegs: Allein 2024 gingen 7.101 Anfragen ein, im ersten Halbjahr 2025 waren es 4.197. In rund 43 Prozent der Fälle konnte das DRK schicksalsklärende Auskünfte erteilen.
Im Rahmen seines internationalen Netzwerks arbeitet der DRK-Suchdienst eng mit den Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften weltweit zusammen. Die Suchdienst-Arbeit ist seit über 160 Jahren eine Kernaufgabe der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. 

Mehr Informationen sowie Online-Formulare für Suchanfragen finden Sie unter: 

www.drk-suchdienst.de