·

Der Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, und DRK-Präsident Hermann Gröhe besuchten das DRK-Katastrophenschutzzentrum in Mönchengladbach-Güdderath

Mönchengladbach-Güdderath, 08.07.2026. Wie ist der Katastrophenschutz in der Region aufgestellt und wie kann Katastrophenschutz auch in Zukunft leistungsfähig bleiben? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs des Ministers des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, des DRK-Präsidenten Hermann Gröhe sowie der Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner im Katastrophenschutzzentrum des DRK-Landesverbandes Nordrhein. Im Rahmen eines Rundgangs erhielten die Gäste Einblicke in die vielfältigen Aufgaben, Strukturen und Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes.

Empfangen wurden die Gäste von Dr. Alexander Schröder-Frerkes, Präsident des DRK Landesverbandes Nordrhein, der in seiner Begrüßungsrede deutlich machte, dass effektive Hilfe bereits lange vor dem Ernstfall beginnt. „Viele verbinden Katastrophenschutz mit den großen Einsätzen. Was aber oft übersehen wird, ist, wie viel organisatorische und logistische Arbeit im Hintergrund notwendig ist, um im Krisenfall schnell und professionell handeln zu können. Fahrzeuge müssen regelmäßig gewartet und geprüft werden, Material jederzeit vollständig und einsatzbereit sein. Gleichzeitig gilt es, Dienstpläne, Verfügbarkeiten und Qualifikationen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu koordinieren“, erklärte Dr. Schröder-Frerkes. Das Katastrophenschutzzentrum in Mönchengladbach-Güdderath übernimmt genau diese zentralen Aufgaben: Hier werden Materialien vorgehalten, Einsätze vorbereitet und organisiert sowie Helferinnen und Helfer aus- und fortgebildet. 

Ereignisse wie die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal, die Covid-19-Pandemie oder zuletzt die Hitzewelle haben verdeutlicht, dass außergewöhnliche Schadenslagen die Ressourcen von Kommunen an ihre Grenzen bringen können. Das DRK-Katastrophenschutzzentrum stellt in solchen Fällen zusätzliche Rettungsmittel, mobile Sanitätsstationen sowie Personal und Material für den Bevölkerungsschutz bereit und unterstützt die Kommunen bei der Bewältigung der Lage.

Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte die Rolle des Katastrophenschutzes für die Sicherheit der Menschen im Land: „Wir stärken den Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen Schritt für Schritt. Wichtig sind klare Strukturen, gute Ausstattung und kurze Wege. Einrichtungen wie dieses Zentrum sind die Schaltzentralen unseres Bevölkerungsschutzes. Hier wird in Ruhe vorbereitet, damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht. Katastrophenschutz ist kein Luxus, sondern eine Lebensversicherung des Staates für seine Bürgerinnen und Bürger.“

„Wer Menschen in Not wirksam helfen will, muss lange vor dem Ernstfall vorsorgen. Das geschieht hier im DRK-Katastrophenschutzzentrum in Mönchengladbach-Güdderath Tag für Tag. Die vergangenen Jahre haben uns gelehrt, dass wir auf Hochwasser, große Brände, langanhaltende Hitze oder andere schwere Lagen jederzeit vorbereitet sein müssen. Dafür brauchen wir eine gute Ausstattung und vor allem Menschen, die bereit sind, Verantwortung für andere zu übernehmen. Die Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der anderen anerkannten Hilfsorganisationen tun das mit großem Einsatz und großer Verlässlichkeit. Sie verdienen unseren Dank und die Unterstützung, die sie für ihre wichtige Aufgabe brauchen“, so DRK-Präsident Hermann Gröhe.

Mehr als 90 Prozent des Zivil- und Katastrophenschutzes in Deutschland werden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragen. Die Einsatzkräfte engagieren sich unter anderem in der sanitätsdienstlichen Versorgung, bei der Einrichtung von Notunterkünften, der Verpflegung betroffener Menschen oder der Unterstützung bei der Suche nach Angehörigen. Ohne dieses Engagement wäre ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz nicht denkbar.

Die Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen im Katastrophenschutz auszutauschen. Dabei standen insbesondere die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement, die Ausstattung der Einsatzkräfte sowie die Anforderungen an eine moderne Krisenvorsorge im Mittelpunkt der Gespräche.

Der Besuch machte deutlich: Katastrophenschutz ist weit mehr als die Bewältigung akuter Schadenslagen. Er lebt von sorgfältiger Vorbereitung, funktionierenden Strukturen und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher, die bereitstehen, um Menschen in Not zu helfen.

Über das DRK-Katastrophenschutzzentrum