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Bergwacht trainiert hubschraubergestützte Rettung in Winterberg

Winterberg, 18.09.2026. Wenn Menschen in schwer zugänglichem Gelände gerettet werden, muss jeder Handgriff sitzen. Am 11. und 12. September trainierten die Air Rescue Specialists (ARS) der Bergwachten in den DRK-Landesverbänden Nordrhein und Westfalen-Lippe gemeinsam mit Einsatzkräften der Feuerwehr Dortmund und der DRF Luftrettung die hubschraubergestützte Menschenrettung.

Im Einsatzgebiet der Bergwacht Winterberg standen dabei verschiedene Szenarien rund um die Rettung mit der Seilwinde auf dem Programm.

Rettung aus schwierig zugänglichem Gelände

Bei der halbjährlichen Übung ging es vor allem darum, die Abläufe bei Windeneinsätzen unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Die ARS übten unter anderem das Abwinschen von Einsatzteams aus Air Rescue Specialists und Notärztinnen und Notärzten in schwer zugängliches Gelände. Auch die Sicherung und Fortbewegung in Gelände mit Absturzgefahr sowie die Übernahme bereits notfallmedizinisch versorgter Patientinnen und Patienten für die Rettung mit der Winde wurden trainiert.

Zum Einsatz kamen dabei verschiedene Rettungsmittel: Geübt wurde unter anderem die Rettung von Patientinnen und Patienten mit einem Rettungsdreieck sowie mit einem Hubschrauber-Bergesack. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rettung von Kindern.

Zusammenspiel muss im Ernstfall funktionieren

Bei einer Windenrettung greifen die Aufgaben verschiedener Einsatzkräfte unmittelbar ineinander. Während die Crew der DRF-Luftrettung den Hubschrauber sicher zum Einsatzort und wieder zurück steuert, übernehmen die ARS die anspruchsvollen Aufgaben am Boden und an der Winde. Sie sichern den Zugang zum Patienten, unterstützen die medizinische Versorgung und sorgen gemeinsam mit der Hubschrauberbesatzung für eine sichere Rettung.

„Bei einer hubschraubergestützten Rettung müssen viele einzelne Abläufe präzise ineinandergreifen. Das lässt sich nicht allein theoretisch vermitteln, sondern muss regelmäßig und unter möglichst realistischen Bedingungen trainiert werden“, sagt Dr. Harald Quix, Landesleiter Bergwacht im DRK-Landesverband Nordrhein. „Die halbjährlichen Windentrainings sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Vorbereitung auf Einsätze. Sie stärken die Handlungssicherheit der Einsatzkräfte und das gegenseitige Vertrauen aller beteiligten Partner.“

In NRW für Windeneinsätze bereit

Die Air Rescue Specialists der Bergwachten in Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie der Feuerwehr Dortmund stehen gemeinsam mit der Station Dortmund der DRF-Luftrettung für Windeneinsätze zur Verfügung. Zum Aufgabenbereich der speziell ausgebildeten Einsatzkräfte gehören die windengestützte Rettung von Patientinnen und Patienten, Zugangs- und Sicherungsmaßnahmen in schwierigem Gelände sowie die Sicherung der im Team eingesetzten Notärztinnen und Notärzte. Darüber hinaus unterstützen die ARS bei der notfallmedizinischen Versorgung.

Gemeinsam trainieren für den Ernstfall

An der Übung in Winterberg waren die DRF-Luftrettung, Station Dortmund, die Bergwacht im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, die Bergwacht im DRK-Landesverband Nordrhein sowie die Feuerwehr Dortmund beteiligt. Das regelmäßige gemeinsame Training sorgt dafür, dass die beteiligten Einsatzkräfte auch bei anspruchsvollen Rettungen als eingespieltes Team handeln können.

Fotos © Niklas Lomberg Fotografie

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