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Hoffen bis zuletzt - Fünfter Jahrestag des Tsunami am 26. Dezember 2009

Düsseldorf, 21.12.2009. Der Tsunami, das Seebeben vom 26.12.2004, forderte weit über 220.000 Tote und ließ eine Vielzahl von Vermissenden und Hinterbliebenen zurück. Sie standen im Mittelpunkt des Projektes "hoffen bis zuletzt", dessen Federführung bis 2007 beim DRK-Landesverband Nordrhein lag.

Wie alles begann
Als sie die Überlebenden am Flughafen Düsseldorf betreuten, stellten Mitarbeiter der Evangelischen Notfallseelsorge und des Deutschen Roten Kreuzes fest, dass mehr Hilfe vonnöten sein würde: Viele Rückkehrer waren traumatisiert, hatten Angehörige oder Freunde verloren. Gemeinsam riefen sie das Projekt „hoffen bis zuletzt“ ins Leben.

Bei regionalen und bundesweiten Treffen konnten die Überlebenden in „hoffen bis zuletzt“ -Gruppen ihren Verlust verarbeiten. In einem geschützten Raum konnten sie offen über ihre Erinnerungen und Probleme, in den Alltag hinein zu finden, sprechen. Immer wieder wurden auch Schwierigkeiten mit deutschen Behörden und organisatorische Fragen erörtert. Später entstand die Idee, an dem ersten Jahrestag in Khao Lak/Thailand teilzunehmen.

14 „hoffen bis zuletzt“ -Mitarbeiter bereiteten zusammen mit den Angehörigen und der Deutschen Botschaft in Thailand eine deutschsprachige Gedenkzeremonie vor. In unmittelbarer Nähe einer neu eingeweihten Hotelanlage am Strand von Khao Lak wurden am 26. Dezember 2005 die Namen von Opfern des Seebebens verlesen. Der deutsche Botschafter verlas ein Grußwort des Bundespräsidenten; zwei Angehörige von Verstorbenen trugen eigene Texte vor. Die Zeremonie war für die 190 Teilnehmer ein bewegendes Ereignis. Ermöglicht wurde sie nicht zuletzt durch einen Mitarbeiter
des Deutschen Roten Kreuzes in Thailand, der die Gestaltung in enger Absprache mit deutschen wie thailändischen Stellen über Monate vorbereitete.

Weitere Informationen

Fünf Jahre nach dem Tsunami - Gemeinsame Bilanz von Deutschem Caritasverband, Deutschem Roten Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland zur Not- und Wiederaufbauhilfe.

Fotos:
Fotos in hoher Auflösung können Sie hier herunterladen.

DRK-Bericht "Tsunami-Report - eine Fünf-Jahres-Bilanz"
Insgesamt wurden 124,6 Millionen Euro für die Tsunami-Hilfe an das DRK
gespendet. Nach Abzug von insgesamt 10 Prozent Vorhaltekosten wurden somit 112,1 Millionen Euro in Projekte für die Tsunami-Opfer investiert. In
diesem Bericht finden Sie alle Details zu den Projekten und eine genaue
Auflistung der Mittelverwendung. Den Bericht finden Sie im pdf-Format unter http://www.drk.de/presse/mediathek.

Filmmaterial "Die Hilfen des Roten Kreuzes nach dem Tsunami"
Sendefähiges, kostenloses Filmmaterial wie zum Beispiel zur Soforthilfe im
Januar und Februar 2005 in Indonesien und Sri Lanka, den weiteren Maßnahmen in den ersten sechs Monaten nach dem Tsunami und die ersten Schritte zum Wiederaufbau stellen wir Redaktionen gerne zur Verfügung. Vorschau und Schnittlisten finden Sie unter http://www.drk.de/presse/mediathek

Dezember 2004 und Januar 2005: Das Deutsche Rote Kreuz brachte in 42 Hilfsflügen mehr als 1.300 Tonnen dringend benötigtes Material - unter anderem Küchensets, Zelte, Planen, Decken, Wasserkanister, Chlortabletten, Hygienepakete und Babypakete – nach Indonesien (24 Flüge), Sri Lanka (15), Myanmar/Birma (2) und auf die Seyschellen (1). Vor Ort verteilten Freiwillige der lokalen Rotkreuzgesellschaften die Hilfsgüter. Hier ein Bild von den Seyschellen. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

In Indonesien hat das DRK genau 1.491 Häuser wieder aufgebaut. Sie wurden mit Hilfe der späteren Einwohner errichtet und sind so Katastrophensicher wie möglich gebaut. So wurden Häuser auf Stelzen gebaut, um die häufigen Überschwemmungen besser überstehen zu können. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Katastrophenübung in einer Schulklasse auf Sumatra. Indonesien wird von 200 Naturkatastrophen pro Jahr heimgesucht. Zusammen mit dem Indonesischen Roten Kreuz wurden Unterrichtseinheiten entwickelt, die Lehrer und Schüler dafür sensibilisieren, welche Gefahren drohen und wie sie die Risiken und Auswirkungen von Naturgewalten minimieren können. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Ansprechpartner/in:
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