10. Bonner Tauchersymposium der DRK-Wasserwacht:Rettungshubschrauber zum Jubiläum
Düsseldorf/Bonn, 10.3.2010. Mit dem Besuch des Rettungshubschraubers „Christoph Rheinland“ wird das 10. Bonner Tauchersymposium am Samstag, 13.3.2010, im Kekulé-Institut der Universität Bonn gekrönt. Die rund 300 Teilnehmer befassen sich diesmal mit Unfällen und dem Verbund von Rettungssystemen zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Warum sind bei Ertrinkungs-Notfällen Kinder mit Migrationshintergrund und Männer über 50 besonders gefährdet? In welcher Beziehung steht die Politik zunehmender Bäderschließungen mit den jährlich rund 500 Ertrinkungstoden in Deutschland? Diesen Fragen geht Rüdiger Steinmetz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, nach. Das Tauchersymposium, veranstaltet von der DRK-Wasserwacht im Kreisverband Bonn und im DRK-Landesverband Nordrhein, vereint traditionell Notfallmediziner, haupt- und ehrenamtliche Rettungsdienstmitarbeiter sowie Taucher aus ganz Deutschland. Beteiligt sind Feuerwehr, Polizei, Marine, Universitäten und Kliniken, DRK, DLRG, ADAC, Seenotrettung und Deutsche Flugrettung. Uwe Hoffmann von der Deutschen Sporthochschule Köln befasst sich mit dem populären Thema Kindertauchen: „Flaschen für die Kleinen?“ fragt er. Unerläßlich für das Bonner Symposium sind echte Schweinehälften und Hühnerknochen: Damit werden hautnah Brustdrainagen und Punktionen geübt – ein ebenso gewinnbringender wie einmaliger Praxistext für Ärzte und Retter. Schirmherr der Veranstaltung, die Wissenschaft und Praxis in der hauptberuflichen wie ehrenamtlichen Wasserrettung in Deutschland vereint, ist Oberbürgermeister Jürgen Nimtsch. "Das Bonner Tauchersymposium leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Wissens- und Erfahrungsaustausch, sondern auch zur institutionellen Vernetzung in Bonn und darüber hinaus", so Nimptsch in seinem Grußwort. "Davon zeugt die große Bandbreite an beteiligten Organisationen – von Polizei und Feuerwehren über Marine, Straßen- und Luftrettung bis hin zu Universitäten, Kliniken und sportwissenschaftlichen Instituten aus der gesamten Region." Der langjährige Präsident der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, Rüdiger Steinmetz, bewertet Ursachen tödlicher Unfälle – ein zunehmendes Problem für Kinder mit Migrationshintergrund und Männer (!) über 50. Dr. Stefan Schröder, Notfallmediziner und Ärztlicher Leiter der Rettungsdienst-Akademie Schleswig-Holstein, beklagt, dass Wasserrettung und Tauchunfälle nur eine untergeordnete Rolle in der Notarztausbildung spielen, und fordert neue Netzwerk-Bildungen. Fachbeiträge zur Unterkühlung, Tauchmedizin und Ausrüstung runden das Werk ab. |




