Haus versinkt in den Fluten: Übung an der Grav Insel in Wesel auf dem Rhein
Düsseldorf/Wesel, 25.5.2009. Die DRK-Wasserwacht versenkt am Dienstag, 26. Mai, ein Haus im Rhein. Nur das Dach wird aus dem Wasser ragen. Vom Dachfirst werden Menschen gerettet – wie bei den jüngsten Überschwemmungs-Katastrophen in Deutschland. Auf diese Weise werden beim 2. Luftrettertag auf Grav-Insel bei Wesel lebensnahe Situationen simuliert, bei denen Hubschrauber und Rettungsboote zum Einsatz kommen. Pressetermin Hintergrund Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes ist Bestandteil eines bundesweiten Einsatzkonzeptes, das Opfern von Flutkatastrophen Hilfe aus der Luft bringt. Wenn weder land- noch wassergestützte Einsatzmittel ein Hochwasserkatastrophengebiet, in dem sich noch Menschen befinden, erreichen können, kommen die „Luftretter“ zum Einsatz. Mit zurzeit ca. 100 einsatzklaren Luftrettern stellt das DRK dabei bundesweit das größte Kontingent unter den beteiligten Organisationen. Heute üben die Luftretter der Gruppe West im Rahmen ihrer Ausbildung organisationsübergreifend mit der BPol, der DLRG und dem DFV auf dem Rhein bei Wesel. Rettungsboote, Rettungstaucher und Rettungswagen sichern die Ausbildung ab. An die ehrenamtlichen Einsatzkräfte werden dabei hohe physische und psychische Anforderungen gestellt. Zu ihrem Training gehören regelmäßige Aus- und Fortbildungstermine pro Jahr. Ein wesentlicher Bestandteil des Übungsprogramms ist, im strömenden Wasser treibende Menschen mittels einer so genannten Rettungsschlinge und einer Winde in einen Hubschrauber zu ziehen. Im Notfall werden diese Personen auch aus dem Wasser heraus, trotz Strömung, direkt an Land gebracht. Diese Technik hat sich bei Überschwemmungen im Süden Deutschlands und im angrenzenden Ausland bereits bewährt. Solche Ausbildungen und Übungen sind nach dem Elbe-Hochwasser 2002 angeregt worden. Die DRK-Wasserwacht hat das bundesweite Konzept zur hubschraubergestützten Wasserrettung in Bayern mit der Luftwaffe entwickelt und Verfahren zur Rettung von Menschen aus Fließgewässern und Evakuierung von Gebäuden erprobt. Seit 2005 wird dabei nach einem einheitlichen und bundesweiten Standard organisationsübergreifend gearbeitet. Der Qualitätsanspruch ist hoch, daher arbeiten alle Luftretter von Flensburg bis Passau mit der gleichen Ausrüstung und einheitlichen Einsatzgrundsätzen. Bundesweit gibt es insgesamt 6 Gruppen von Luftrettern, die jeweils einem Hubschrauberstandort der Bundespolizei zugeordnet sind. Der Aufbau der Gruppe West der nordrhein-westfälischen Luftretter ist mit diesem Lehrgang abgeschlossen und umfasst dann insgesamt 25 Luftretter in NRW. Drei DRK Luftretter sind in NRW bereits zu Ausbildern geschult worden. Die ehrenamtlichen Spezialisten des DRKLandesverbandes Nordrhein kommen aus den Kreisverbänden Niederrhein, Bonn, Rhein-Sieg und Neuss. Für Interviews und organisatorische Fragen stehen Ihnen unsere Ansprechpartner vor Ort jederzeit zur Verfügung: Andreas Hillebrand, Landesbeauftragter Luftrettung, Tel. 0172-21 39 480 Frank Kluge, Lehrgangsleiter , Tel. 0170-94 25 895 |



