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DRK Flüchtlingshilfe - Netzwerk der Menschlichkeit

Caroline Haga IFRK Fluechtlinge in Griechenland
Foto: Caroline Haga/DRK

Fast 60 Millionen Menschen sind vor Krieg, Gewalt und Not auf der Flucht. Mehr als jemals zuvor. Die meisten suchen Schutz in anderen Landesteilen oder in einem Nachbarland. Nur ein Bruchteil der Menschen gelangt nach Europa – und davon nur wenige nach Deutschland. Rund eine Million werden es dieses Jahr. Das sind viermal so viele wie im Vorjahr. Viermal so viele werden es auch hier in Nordrhein-Westfalen sein. Allein im September waren es 16.000.

Fluchtgründe gibt es viele. Als Rotes Kreuz bewerten wir sie nicht. Für unseren humanitären Auftrag ist allein entscheidend: Flüchtlinge sind Menschen, die aus extremen Situationen kommen, oft Grausames erlebt haben und vor völlig neuen und unklaren Situationen stehen. Kurzum: Wir helfen Menschen in Not und heißen jeden Willkommen, der sich an uns wendet.

Denn als Rotes Kreuz setzen wir uns ein für das Leben, die Gesundheit und die Würde aller Menschen - ohne Ansehen von Herkunft, Religion, Geschlecht, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Wir tun das hier in Deutschland und weltweit 

Hier in Deutschland betreut das DRK gegenwärtig bundesweit in 450 Notunterkünften mehr als 140.000 Asylsuchende mit einer Kapazität von mehr als 141.000 Plätzen. Insgesamt sind mehr als 15.000 ehrenamtliche und hauptamtliche DRK-Helfer rund um die Uhr im Einsatz, um die Kommunen und Länder zu unterstützen: Ihre Aufgaben liegen bei der Aufnahme, Betreuung, sanitätsdienstlichen Versorgung, im Suchdienst, in der Beratung, bei der Verpflegung sowie zur Leistung Erster Hilfe in zum Teil spontan eingerichteten Notunterkünften oder in den eingesetzten Sonderzügen.

Wir unterstützen Bund, Länder und Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Wir stellen z.B. Zelte, Feldbetten und Lebensmittel zur Verfügung. Wo behördlich bereitgestellte Unterkünfte und Einrichtungen nicht ausreichen, unterstützt das DRK bei der Einrichtung z.B. von Turnhallen als provisorischen Notunterkünften. Als kurzfristige Notlösung kommen Zelte als Unterkünfte zum Einsatz.

Wir sehen solche Unterbringungsformen kritisch. Sie widersprechen unseren eigenen Standards. Aber wir wissen auch: Die Wohnraumsituation in vielen Kommunen ist angespannt. Täglich kommen Tausende Flüchtlinge in Deutschland an. Allein in NRW sind es 2.500. Sie brauchen schnell ein Dach über dem Kopf. Hier gilt es, die Schutzsuchenden vor Obdachlosigkeit zu bewahren und ihnen die bestmögliche Betreuung angedeihen zu lassen.

Das Rote Kreuz ist für diese Aufgabe optimal aufgestellt, denn es ist Hilfsorganisation UND Wohlfahrtsverband gleichermaßen. Ob Katastrophenschutz, Rettungsdienst oder Blutspende, ob Pflegeeinrichtungen, Kitas, Migrationsberatung und Suchdienst – unsere Hilfen aus einer Hand bilden zusammen mit unseren gut ausgebildeten Helfern ein Netzwerk der Menschlichkeit.

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Kontakt

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40225 Düsseldorf
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Fax. 0211/3104-188